Themen


Zwei neue Publikationen anlässlich von 100 Jahren Liebigmuseum

Festbroschüre und Festschrift bereiten Geschichte und Gegenwart des einmaligen Museums auf

Vor 100 Jahren, am 26. März 1920, wurde das Liebig-Museum in den Räumen des alten Liebig-Laboratoriums feierlich eröffnet. Auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie alle Jubiläumsveranstaltungen abgesagt werden mussten, hat der Vorstand der Justus-Liebig-Gesellschaft die Jubiläumsschriften veröffentlicht und lädt nun die Bevölkerung ein, "Ihr" Museum auf diesem Weg zu entdecken. Die Publikationen sind ab sofort im lokalen Buchhandel und online erhältlich.

Die 36-seitige Jubiläums-Broschüre erscheint im DIN A4-Format und trägt den Titel der Kampagne „Liebig lebt“, in deren Rahmen seit 2018 Veranstaltungen stattfinden, um Justus Liebig und sein Werk in der Gesellschaft bekannter zu machen und wieder in das kollektive Gedächtnis der Menschen zu rufen. Die Broschüre enthält 13 Beiträge von (Vorstands-)Mitgliedern der Justus Liebig-Gesellschaft rund um Justus Liebig, sein Labor und das Museum. Sie wurde von der Gießener Werbeagentur „one medialis“ gestaltet und spricht Groß und Klein, Alt und Jung an. Viele Bilder vermitteln einen lebendigen Eindruck von Liebig, seiner Wohn- und Arbeitsstätte und dem ihm gewidmeten musealen Erinnerungsort.

Die 180 Seiten umfassende Festschrift trägt den Titel „Das Liebig-Laboratorium von seinen Anfängen bis in die Gegenwart“ und erscheint als Band 10 der Berichte der Justus Liebig-Gesellschaft. Die Autorin Franziska Müller stellt darin gut belegt die gesamte Geschichte des Liebig-Laboratoriums dar, auch anhand neuester Entdeckungen im Archiv des Museums. Die Autorin studierte seit dem Wintersemester 2013/14 an der Justus-Liebig-Universität Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte und arbeitete seit Januar 2017 als wissenschaftliche Hilfskraft im Archiv des Liebig-Museums. Sie wurde dabei durch den rennomierten Chemiehistoriker Prof. Dr. Christoph Meinel und die ehemalige Archivarin des Universitätsarchivs, Dr. Eva-Marie Felschow betreut. Sie ordnete die Archivbestände und erschloss sie inhaltlich in einer Datenbank. Die Jubiläums-Festschrift basiert auf ihrer 2019 am Institut für Neuere Geschichte eingereichten Master-Thesis. Für die Publikation hat sie ihre Arbeit stark erweitert und den Fokus auf die Museumsgründung und die 100 darauf folgende Jahre gelegt. Zahlreiche Farbbilder von Exponaten des Museums und Archivalien lockern den Text auf. Das Geleitwort zur Festschrift hat Prof. Christoph Meinel verfasst.

Beide Publikationen sind ab sofort zum Preis von 7 € (Broschüre) und 15 € (Festschrift) in Gießen im lokalen Buchhandel und im Online-Shop des Museums erhältlich: